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Unternehmensporträt

Lungenhochdruck – häufig nicht erkannt

Von Bayer Vital GmbH · 2014

Lungenhochdruck-Patienten leiden beim Treppensteigen oft unter Atemnot.

Lungenhochdruck, auch pulmonale Hypertonie (PH) genannt, gehört zu den Seltenen Erkrankungen. Der Beginn ist meist schleichend mit unspezifischen Beschwerden wie Atemnot bei Belastung oder Müdigkeit verbunden. Solche Symptome treten jedoch auch bei vielen anderen Erkrankungen wie Asthma oder chronischer Bronchitis auf. Daher bleibt Lungenhochdruck häufig lange unerkannt. Eine schnelle und korrekte Diagnose ist jedoch für die Betroffenen überlebenswichtig.

Eine große Herausforderung bei Lungenhochdruck ist die korrekte Diagnose. Weil bei den mit Lungenhochdruck verbundenen Beschwerden so viele Krankheiten infrage kommen, kann die Diagnose meist nicht direkt durch zielgerichtete Untersuchungen gestellt werden, sondern erfolgt als Ausschlussdiagnose. Das heißt, andere mögliche Krankheitsursachen werden durch verschiedene diagnostische Maßnahmen konsequent ausgeschlossen. Diese Abklärung findet in der Regel beim Hausarzt beziehungsweise Internisten, beim Lungenfacharzt und beim Kardiologen statt. Erhärtet sich der Verdacht, sollte der Patient in ein Experten-Zentrum für Lungenhochdruck, ein sogenanntes PH-Zentrum, überwiesen werden. Die PH-Zentren sind häufig großen Unikliniken angeschlossen; eine Übersicht gibt die Selbsthilfeorganisation Pulmonale Hypertonie e.V. In den PH-Zentren können aufgrund der großen Erfahrung eine gezielte Abschluss-Diagnostik und die therapeutische Versorgung optimal erfolgen. Die weitere medizinische Betreuung erfolgt üblicherweise anschließend in Wohnortnähe.

Risikofaktor Lungenembolie

Als Risikofaktor für eine Form des Lungenhochdrucks gilt die Lungenembolie. Dabei wird ein Lungengefäß durch ein Blutgerinnsel verstopft. Wenn sich das Gerinnsel nicht auflöst, kann es zu einer chronischen Verstopfung und Verengung des Lungengefäßes kommen – es entsteht die sogenannte chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH, im Bild rechts). Die operative Entfernung des Thrombus ist hier die Behandlung der Wahl, denn sie ist die einzige Möglichkeit der Heilung. Daher ist es sehr wichtig, bei bestehender Atemnot und einer vorangegangenen Lungenembolie oder Thrombose schnellstmöglich den Facharzt zu konsultieren und die Erkrankung CTEPH abzuklären. Die Operation ist allerdings bei bis zu 40 Prozent der Betroffenen nicht möglich. Bei bis zu 35 Prozent der operierten Patienten bleibt der Lungenhochdruck bestehen oder tritt erneut auf. Für diese Patienten steht heute eine medikamentöse Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung.

Die chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH) kann durch eine Operation geheilt werden.

Lungenhochdruck überlastet das Herz

Der Lungenhochdruck ist durch eine Verengung der Blutgefäße gekennzeichnet, die sauerstoffarmes Blut vom rechten Herzen zur Sauerstoffanreicherung in die Lungen leiten (Lungenarterien). Hintergrund ist eine Fehlfunktion der Gefäßwände, die verschiedene Ursachen haben kann. Mit der Gefäßverengung steigt der Widerstand und in der Folge auch der Blutdruck in diesen Gefäßen. Die Sauerstoffaufnahme ins Blut ist gestört und das rechte Herz muss gegen den krankhaft erhöhten Druck arbeiten. Durch die zunehmende Belastung kommt es zu einer Vergrößerung und Schwächung des rechten Herzens, was letztendlich zum Herzversagen und in der Folge zum Tod führen kann.

Kontakt

Bayer Vital GmbH
51366 Leverkusen
Telefon: +49-(0)214 / 30-1
Web: https://www.gesundheit.bayer.de

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