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Interview

„Passionierte und ausdauernde Forscher“

Von Actelion Pharmaceuticals · 2014

Michael Danzl, Actelion Pharmaceuticals

Das Schweizer Unternehmen Actelion Pharmaceuticals erforscht und entwickelt Medikamente gegen Seltene Erkrankungen. Gerade wurde ein neues Medikament gegen Lungenhochdruck – pulmonal arterielle Hypertonie (PAH) – zugelassen. Dass dafür ein hohes Maß an Einsatz und Ausdauer notwendig ist, beschreibt Michael Danzl, Geschäftsführer der deutschen Niederlassung in Freiburg.

Herr Danzl, was ist PAH?

PAH ist eine seltene und sehr ernste Erkrankung, bei der es zu erhöhtem Druck in den Lungenblutgefäßen mit resultierender Atemnot und eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit bis hin zu Ohnmachtsanfällen kommt. Auch das Herz wird in Mitleidenschaft gezogen; so sehr, dass die Betroffenen unbehandelt meist an Herzversagen sterben. Vor mehr als zehn Jahren war die Diagnose „PAH“ eine Katastrophe, denn außer einer riskanten Herz-Lungentransplantation gab es keine zugelassene medikamentöse Behandlung. 

Heute gibt es eine Reihe von Medikamenten, mit denen die behandelnden Ärzte die unterschiedlichen Krankheitsmechanismen bei PAH beeinflussen können. Eine besondere Rolle spielt dabei das Endothelin, ein stark gefäßverengender Botenstoff. Diesen können wir mit unserem neuen Medikament, einem Endothelin-
Rezeptor-Hemmer, gezielt beeinflussen und damit das Krankheitsgeschehen positiv verändern und verzögern.

Actelion hat bereits ein Medikament gegen PAH, jetzt wieder eine Neuentwicklung – was „reizt“ an dieser Krankheit?

Man muss sich das vorstellen: Ohne Behandlung sterben die Patienten im Durchschnitt nach knapp drei Jahren. Das ist vergleichbar mit der Lebenserwartung bei einer fortgeschrittenen Krebserkrankung. Die aktuell zur Verfügung stehenden Medikamente stellten bereits einen Fortschritt für die Betroffenen dar, heilbar ist die Erkrankung auch heute noch nicht. Es ist also eine echte medizinische Notwendigkeit weiter zu forschen, „dran zu bleiben“. Das ist unser Ansporn. 

Wir möchten die Therapie und damit die Situation der Betroffenen dauerhaft verbessern. So haben wir bei der Definition des klinischen Entwicklungsprogramms unseres neuen Medikaments eng mit den führenden Experten zusammengearbeitet. 

Als Ergebnis dieser Zusammenarbeit wurde die bislang größte und am längsten dauernde Medikamentenstudie bei PAH durchgeführt, mit 742 Patienten und einem Beobachtungszeitraum von durchschnittlich drei Jahren. Das hat die PAH-Therapie einen wichtigen Schritt voran gebracht. 

Wie sieht Actelions Zukunft aus?

Auch zukünftig liegt unser Fokus auf der Forschung – und zwar über die weitere Erforschung der PAH und bestimmter Spezialformen hinaus. So sind wir zum Beispiel im Bereich Multiple
Sklerose, Glioblastom, einem bösartigen Hirntumor und Immunsystemerkrankungen wissenschaftlich aktiv. Unsere wichtigsten Ziele sind weiterhin: innovative Medikamente für Patienten entwickeln, wirtschaftlich erfolgreich und selbstständig bleiben.

Kontakt

Actelion Pharmaceuticals Deutschland GmbH
Basler Straße 65
79100 Freiburg
E-Mail: media.relations@actelion.com
Web: www.actelion.com

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